



StammtischJeden ersten Samstag im Monat - Immer um 19 Uhr: Neugierige sind herzlich willkommen! |
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Die Wurzeln – Warum gibt es Rheingold?Düsseldorf bietet viel – vor allem jungen Menschen wie uns. Die Altstadt, Clubs, Bars und Kinos stehen abends auf dem Programm.
Auch Theater und klassische Konzerte werden besucht – nur die Oper nicht. Eine Besucherumfrage der Deutschen Oper am Rhein aus dem Jahre 1997 ergab,
dass nur 2,4% der Besucher unter 20 Jahre alt sind. Ist Oper etwa nicht mehr zeitgemäß und vom aussterben bedroht?
Die Deutsche Oper am Rhein hat nach Möglichkeiten gesucht, um die komplexe Welt der Oper Jugendlichen näher zu bringen. In Zusammenarbeit mit jungen Opernfans wurde im März 1998 mit der Gründung des Vereins "Rheingold e.V. – Junges Forum der Deutschen Oper am Rhein" eine Basis geschaffen, um wieder mehr junge Leute für die Opernwelt zu begeistern. |
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Das Jetzt – Wir haben uns entwickeltRheingold e.V. ist mittlerweile ein selbständiger und gemeinnütziger Verein von opernbegeisterten Schülern, Studenten und Berufstätigen bis zum 32. Lebensjahr. Seit 2004 besteht eine Kooperation mit dem Freundeskreis der Deutschen Oper am Rhein. Gemeinsam wollen wir das allgemeine Interesse an der Oper verstärken und mehr junge Besucher in die Oper bringen. Wir möchten denjenigen, die schon opernbegeistert sind, ein gemeinsames Forum bieten und andererseits mehr junge Menschen in die Oper holen. Wir sind allerdings nicht nur auf die Oper fixiert. Wir ermöglichen unseren Mitgliedern durch ein breit gefächertes Angebot von Veranstaltungen zusammen aktiv und hautnah am Operngeschehen teilzunehmen. Nebenbei bringen wir durch unsere Aktionen neuen jugendlichen Schwung ins Opernhaus. |
Eintrittskarten / Gemeinsame VorstellungbesucheWieso soll Oper mehr kosten als eine Kinokarte? Mitglieder von Rheingold erhalten einen persönlichen Mitgliedsausweis, der dazu berechtigt, Karten für unsere gemeinsamen Aufführungen des Opernhauses Düsseldorf zu stark ermäßigten Preisen zu erwerben. Wir bieten etwa zweimal pro Monat gemeinsame Besuche von Opern- und Ballettvorstellungen der Rheinoper an. Gespräche mit KünstlernWie viele Stunden probt ein Sänger täglich? Was unternehmen Sänger gegen Lampenfieber? Warum spielt das Orchester den Triumphmarsch heute schneller als morgen? In einer lockeren Atmosphäre bei Sekt oder Alt besteht im Anschluss an eine Vorstellung die Möglichkeit, mit Sängern, Regisseuren, Dirigenten oder anderen Künstlern ins Gespräch zu kommen und alle Fragen loszuwerden. Führungen durchs OpernhausWer möchte nicht mal auf der Bühne oder am Dirigentenpult stehen, oder einen Blick hinter die Kulissen werfen? Unsere regelmäßigen Führungen durchs Opernhaus gewähren Einblicke in den riesigen Fundus und lüften dabei manches Geheimnis des Opernhauses. Zum Beispiel besuchen wir auch die Werkstätten, um zu schauen wie Bühnenbilder entstehen. |
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ProbenbesucheUnsere Probenbesuche gewähren Einblicke in die Theaterarbeit. Reisen zu anderen OpernhäusernUnsere Reisen führen uns zu anderen Opernhäusern und Festspielen in Deutschland und dem Rest Europas. Dabei lernt man nicht nur andere Opernhäuser und deren Stars kennen, sondern kann auch Kontakte mit den Mitgliedern anderer Jugendvereine dieser Häuser knüpfen. Berufe am OpernhausOpernhäuser sind ein riesiger Betrieb. Vom Maskenbildner, über den Waffenmeister, die Inspizientin, Dramaturgen bis hin zum künstlerischen Betriebsdirektor oder Intendanten, gibt es dort hinter den Kulissen eine Vielzahl von Menschen, die alle einen wesentlichen Beitrag zum erfolgreichen Spielbetrieb leisten. Wir möchten diese Berufe vorstellen und dabei viele Backgroundinformationen weitergeben. StammtischMitglieder und Freunde treffen sich an jedem ersten Samstag im Monat in der Altstadt. Neugierige sind jederzeit willkommen! Rabatt im OpernshopAuf das CD-Sortiment des Opernshops erhalten unsere Mitglieder einen Rabatt von 10%. |
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Mitglied kann jeder werden, der jünger ist als 33 Jahre. Wenn Du unter 33 bist und Du Dich für unseren Verein interessierst, dann kannst Du uns auch ganz einfach und zwanglos "ausprobieren". Such Dir einfach eine Vorstellung aus, die wir vom Rheingold besuchen, und komm mit. Die Vorstellungen dieser Spielzeit findest Du unter "Termine", und Du mußt dann einfach nur noch eine Email an infos@rheingold-ev.de schreiben und uns sagen, daß Du mitkommen möchtest. Den Rest erledigen wir. Wenn Du sofort und auf der Stelle Mitglied werden möchtest, dann füll bitte die Beitrittserklärung aus, druck sie aus und schicke sie zusammen mit einem Passfoto an: BeitrittserklärungJa, ich möchte dem Verein "Rheingold" beitreten und erkläre mich bereit, die einmalige Aufnahmegebühr von 10 Euro und den jährlichen Mitgliedsbeitrag von 15 Euro (Schüler, Studenten, Auszubildende, Wehrpflichtige, Zivildienstleistende, Arbeitslose, Sozialhilfeempfänger) bzw. von 30 Euro (Berufstätige) zu entrichten. Ja, ich möchte die Fördermitgliedschaft erlangen und erkläre mich bereit, den Verein jährlich mit einem Betrag von Euro zu unterstützen.
Die innerhalb eines Monats nach meinem Beitritt fällige Aufnahmegebühr und den innerhalb eines Monats nach meinem Beitritt bzw. in den ersten drei Kalendermonaten eines Geschäftsjahres fälligen Mitgliedsbeitrag zahle ich per Überweisung auf das Konto des Vereins "Rheingold e.V." Nr. 110 486 00 bei der Stadt-Sparkasse Düsseldorf, BLZ 300 501 10 |
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TermineLiebe Mitglieder, hier die Übersicht über die geplanten gemeinsamen Opern- und Tohnallenbesuche!
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Rückblick
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Rheingold e.V. in NürnbergPfingsten 2010Bericht von Mitglied Yvonne HerbertzMit der freudigen Aussicht auf drei Theaterbesuche und das angekündigte Sommerwetter startete unsere Gruppe aus Rheingoldern und Freundeskreismitgliedern am frühen Morgen des 22. Mai 2010 zur traditionellen Opernfahrt, diesmal nach Nürnberg. Am frühen Nachmittag in unserem Refugium, dem Hotel Maximilian in der Nähe des Plärrer, eingetroffen, konnten wir im hübschen Innenhof einen ersten Kontakt mit der Küche der Eingeborenen, insbesondere den etwas mickrig aussehenden, aber umso leckereren Rostbratwürstchen machen. Schon ging es los zum ersten Opernerlebnis ins Staatstheater Nürnberg, Gaetano Donizettis "Emilia di Liverpool". Dieses Frühwerk des Komponisten zeigte das Haus in deutscher Erstaufführung. Eine teilweise etwas verwirrende Liebes- und Verwechselungskomödie, die hier vom Regisseur aus einer Eremitage in eine Irrenanstalt verlegt wurde. Interessant war das Bühnenbild, das an den amerikanischen Film Noir erinnerte und so den schwarzen Humor des Librettos betonte, natürlich komplett mit einem schmucken Oldtimer und Knalleffekten. Donizettis spätere kompositorische Meisterschaft ist in den schönen Belcanto-Melodien schon gut zu hören. Nach einer kurzen Nacht machten wir uns am Pfingstmorgen auf zu einem ersten Gang in den eigentlichen Stadtkern. Beim Durchqueren der Lorenzer Altstadt konnte man einen ersten Eindruck gewinnen – überraschend für diejenigen, die die Stadt zum ersten Mal besuchten war, dass sie, trotz der erheblichen Zerstörung im 2. Weltkrieg, eine erstaunlich charmante Baustruktur bewahren oder zumindest rekonstruieren konnte. Auf der anderen Seite der Pegnitz, am Hauptmarkt, trafen wir uns mit unserer ersten Stadtführerin. Erst einmal erklärte sie uns, wie man den Messingring am „Schönen Brunnen“ wirklich drehen muss (nämlich in Richtung des Herzens dreimal linksherum), damit es mit der Liebe wirklich klappt - fast jeder nutzte die Gelegenheit, sei es zur Erhaltung des Status Quo oder in stiller Verzweiflung...
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Am Abend besuchten wir das Ballett "Vasos Comunicantes" des spanischen Choreographen Goyo Montero. Begleitet von der Musik Johann Sebastian Bachs (hauptsächlich einigen Sonaten und Partiten oder auch Teilen der Suiten für Violoncello), vorgetragen von drei auf der Bühne miteinbezogenen Solisten auf Klavier, Gitarre und Violine, tanzte das Ensemble der Oper sich durch sämtliche Stilrichtungen der Ballettgeschichte. In Kombination mit dem fantastischen Bühnenbild, bestehend aus individuell beleuchtbaren Quadraten, die in den verschiedensten Farben die Tanzfläche vorgaben oder auch begrenzten, ein beeindruckendes sinnliches Erlebnis. Der Begriff "Kommunizierende Röhren", der Physik entlehnt, blieb dabei programmatisch, alles bewegte und veränderte sich in der Beziehung zueinander, im Spannungsfeld der Musik, des Lichts und der Tänzer. Zum Abendessen saßen wir noch lange im "Hexenhäußle" am Fuße der Burg und ließen den schönen Tag Revue passieren. Der Pfingstmontag begann für uns mit der Themenführung "Ritter, Tod und Teufel – Katastrophen in der Geschichte Nürnbergs". Immer auf der Flucht vor (dem eigentlich sehr schönen) Glockengeläut der vielen Nürnberger Kirchen, erhielten wir eine ausführliche Übersicht über sämtliche Grausamkeiten aus der Stadtgeschichte mit Krieg, Bränden und Epidemien als Leitmotiv. Besonders die Erläuterungen zum mittelalterlichen Gerichtswesen stießen auf reges Interesse. So standen wir lange mit Blick auf das äußerst malerisch auf einer Brücke gelegene Henkershaus. Die Vor- und Nachteile verschiedener Hinrichtungsmethoden wurden bis ins Detail diskutiert. Einige Teilnehmer (Juristen?) brachten erstaunliche Vorkenntnisse aus dem Bereich des Räderns und Vierteilens mit, während anderen immer flauer wurde. Die Tour endete, wie passend für Rheingold, an der Ruine der Katharinenkirche, die zwischen 1620 und 1778 Versammlungsort der Meistersinger war und in der ja auch der erste Aufzug von Richard Wagners Oper spielt. Nach dem Mittagessen im schattigen Innenhof des Heilig-Geist-Spitals besuchten wir das Dürerhaus mit einer sehr informativen Multimedia-Ausstellung über den genialen Maler und die Lebenswirklichkeit im Nürnberg des 16. Jahrhunderts. Es war sogar möglich, auf einer nachgebauten Hochdruckpresse einen eigenen, „originalen“ Dürer herzustellen und mit nach Hause zu nehmen. Nach einem kurzen Boxenstop im Hotel starteten wir zum gemeinsamen Abendessen und anschließend zu "Le nozze di Figaro" - sicherlich für viele ein all-time-favourite unter den Mozart-Opern. Das Staatstheater zeigte uns eine liebevolle Inszenierung, mit Verve gespielt und gesungen vom tollen Ensemble des Hauses. So konnten wir uns in den wenigen Tagen einen guten Eindruck vom Haus machen: Ballett und zweimal Musiktheater, einmal ein praktisch unbekanntes Werk und dann eine der wohl am meisten gespielten Opern überhaupt. Bis spät in die Nacht trotzten einige noch der Müdigkeit in der Hotelbar... Vor der Rückfahrt am Dienstag hatten wir noch Zeit zur freien Verfügung. Je nach Neigung konnte man so eine der vielen weiteren Sehenswürdigkeiten anschauen, das berühmte Spielzeugmuseum lockte oder auch das gigantische Germanische Nationalmuseum. Die Zeit reichte auch, um sich zumindest einen ersten Eindruck vom Reichsparteitagsgelände und dem dazugehörenden Dokumentationszentrum zu machen. Zum letzten gemütlichen Beisammensein und Essen trafen wir uns in der "Fränkischen Weinstube" im Handwerkerhof und verabschiedeten uns gemeinsam von den "Sauren Zipfeln" mit Sauerkraut. Mit diversen Lebkuchen mit und ohne Schokolade als Souvenir im Gepäck bestiegen wir glücklich den Bus in Richtung Rheinland. Herzlichen Dank nochmals an Enikö und Nicolaus für die großartige Organisation und bis zum nächsten Jahr! |
Walk like an EgyptianBlaue Füße und Mais-Muffins in BregenzBericht von Mitglied Yvonne HerbertzZum ersten Mal in der Rheingold-Geschichte führte uns unsere Opernreise zu einem Sommerfestival, den Bregenzer Festspielen am Bodensee mit der diesjährigen Neuproduktion "Aida" von Giuseppe Verdi auf der Seebühne, der Operette "Paradies Moskau" von Dmitri Schostakowitsch und dem Musical "Für Dich Baby! - Of Thee I Sing" von George Gershwin im Festspielhaus.
Gespannt bestieg also am Freitag Morgen kurz vor 8 Uhr ein noch etwas verschlafenes Trüppchen Opernbegeisterter den Reisebus vor unserem Düsseldorfer Stammhaus, professionell ausgerüstet mit reichlich Proviant. Unsere Gruppe, bestehend aus einer guten Mischung aus Rheingoldern und Mitgliedern des Freundeskreises der DOR, hatte während der neunstündigen Fahrt schon einmal Gelegenheit sich kennenzulernen - die Neulinge wurden freudig aufgenommen, die Old Fellows wärmten ihre Erinnerungen an vergangene Fahrten auf... Um Punkt 17 Uhr erreichten wir unser Hotel Deutschmann in Bregenz, etwas erschöpft von zwei Stunden Stau und einigen klitzekleinen Umwegen. Wir wurden von der Hotelleitung freundlich begrüßt und schon einmal mit Sitzkissen ausgestattet. Da der Tisch fürs Abendessen für 18 Uhr reserviert war, zeigten einige Damen, was in 45 Minuten so alles machbar ist: Zimmer beziehen, aufhübschen für den Abend und Powershopping im Fabrikverkauf eines österreichischen Edelwäscheherstellers (direkt gegenüber dem Hotel) - alles ganz easy! Das italienische Essen im lauschigen Garten des "Galileo" stärkte uns für den ersten Höhepunkt der Reise, Aida als "Spiel auf dem See". Petrus muß wohl ein Rheingolder sein, das Wetter war famos - warm und sonnig! Schon auf dem Vorplatz zwischen See und Festspielhaus herrschte eine so heitere wie festliche Atmosphäre. Wir nahmen unsere Plätze mit fantastischem Blick auf das Ereignis ein, weich gebettet auf unseren Kissen. Auf der Bühne lief noch die Pre-Show, da stellten sich einige erste kritische Fragen: Wo sind die Pyramiden und wo bleiben die Darsteller, die ins Wasser plumpsen und nicht wieder auftauchen (Einmal-Statisten?) - andere hingegen genossen den traumhaften Sonnenuntergang über dem Bodensee, mit der Seebühne als surrealer Kulisse. Über die Inszenierung des berühmt-berüchtigten Briten Graham Vick war schon im Vorfeld der Reise viel zu lesen gewesen, vor allem die spektakuläre Bühne von Paul Brown mit den Fragmenten der Freiheitsstatue hatten alle Teilnehmer schon auf Fotos bewundert. Die Meinungen in der Gruppe gingen durchaus auseinander: "Opera for the People" mit zu viel Farbe, zu viel kitschigem Spektakel oder eine großartige, visuell berauschende Produktion, welche die Möglichkeiten der Seebühne nutzt und so eine ganz neuartige Aida-Erfahrung ermöglicht - einig war man sich wohl, daß hier die geradezu überbordende Optik viel Raum für Phantasie und eine individuelle Sicht bot.
Als Fazit kann man nur sagen, daß diese Aida auch häufigen Opernbesuchern, für die Musiktheater wie selbstverständlich zum Leben gehört, einzigartige und unvergessliche Eindrücke bietet, als ob man das Werk noch nie gesehen hätte. Sicherlich wird so mancher Rheingolder die Seebühne auch in den kommenden Jahren wieder besuchen. Schon am nächsten Morgen das nächste Kulturereignis, die nahezu unbekannte Operette "Paradies Moskau" von Dmitri Schostakowitsch als Gastspiel der Opera North Leeds. Inszeniert durch den Bregenzer Intendanten David Pountney präsentierte sich uns eine spritzige Revue über Moskauer Wohnträume in der Ära Chruschtschow.
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Nach einem tollen Mittagessen direkt am Seeufer nahmen wir an einer Führung über die Seebühne teil. In der mit Ledersitzen (!) ausgestatteten Luxuslounge hatte wir erst einmal die Gelegenheit, offene Fragen zur Aida zu klären. So erfuhren wir, daß die Bregenzer Aida nicht in Amerika spiele, David Pountney fände, daß die Geschichte ausdrücklich europäisch sei. Die Freiheitsstatue sei lediglich symbolisch zu verstehen, die Füße sind nicht die ihren, da das New Yorker Original ja ein langes Gewand trägt. Auch die an Abu Ghraib oder Guantánamo erinnernden "Sklaven" seien lediglich ein heute verständliches Bild. Interessanterweise lässt sich auch nicht sagen, ob die Statue zusammengestürzt oder gerade erst in Bau ist. Ferner erfahren wir, daß die goldenen Sterne auf blauem Grund von der Innenbemalung eine Tempels in Karnak stammen, außerdem spielen Sterne im Libretto oft eine Rolle (z.B. "Danzano gli astri in ciel!" im Chor beim Triumphmarsch). Der Sockel der Bühne mit den Treppen deutet das Fundament einer Pyramide an - mehr Ägypten als vermutet! Leider klärt sich auch das Rätsel der verschwundenen Statisten: Während der Vorstellung sind ständig zwei Taucher im See, die die ins Wasser gefallenen Darsteller mit Sauerstoffgeräten empfangen und an einen toten Winkel der Bühne begleiten, wo sie vom Publikum unbemerkt hinausklettern - wir sind schwer enttäuscht und desillusioniert! Wir lernten auch einiges über das einzigartige Soundsystem der Bühne, das Bregenzer Richtungshören, das ein "natürliches" Hörerlebnis nachbildet.
Gleich anschließend folgte Teil zwei des Nachmittags, eine Führung durch Bregenz. Nach einem kurzen Spaziergang entlang des Ufers bogen wir Richtung Innenstadt ab. Hier ist Bregenz wenig anziehend und attraktiv, das war uns auch vorher schon aufgefallen - dann aber ging es bergauf in die historische Oberstadt und wir standen inmitten einer wunderschönen mittelalterlichen Kulisse! Enge Gassen, pittoreske Plätze, überall Blumen - die Rheingolder fühlten sich wie im Urlaub! Wir besichtigten die spätromanische Kapelle am Martinstor mit ihren Fresken und die im Bodensee-Barock ausgestattete St. Gallus-Kirche. Ein Trinkwasser-Brunnen am Deuring-Schlössle rettete mit seinem kühlen Nass wohl so manchem das Leben, denn der Bodensee beglückte uns mit seinem vielgerühmten "mediterranen" Klima! Wir erfuhren noch einiges Wissenswerte über die Vorarlberger, die einen alemannischen Dialekt sprechen und sich auch sonst in der Geschichte oft Richtung Schweiz orientiert haben. Eine toller, sehr informativer Spaziergang! Um ein wenig mehr von der Kultur des Gastlandes zu erfahren, begaben wir uns am Abend zum einzigen Bregenzer Heurigen, wo wir von Herrn Möth, dem Weinbauern, mit Handschlag begrüßt wurden. Sicherlich der zweite Höhepunkt der Reise, wurde doch die Runde bei zunehmendem Konsum von "Gespritztem" immer lustiger, und das obwohl wir als Rheinländer ja auch schon vorher ziemlich heiter und gesellig waren. Die Platten mit lokalen Spezialitäten wurden geplündert, selbst der Kren mußte dran glauben! Einige wenige Rheingolder schwächelten zwar, blieben beim Wasser aus dem Siphon, die Freundeskreismitglieder hingegen glänzten und zeigten den Österreichern, wer am besten feiern kann. Eine tolle Atmosphäre, mitten im Weinberg unter einer Pergola bei Kerzenschein - hätte der Wirt um 12 Uhr nicht die letzte Runde eingeläutet, wir säßen wohl immer noch dort! Nur eine Frage blieb nach der abschließenden Weinprobe noch offen: wie kommt die Birne in den Grünen Veltliner? Ein harter Kern konnte sich auch im Hotel noch nicht trennen und blieb noch ein wenig in der Lobbybar...
In der Pause warfen wir nochmal einen wehmütigen Abschiedsblick auf die Aida-Bühne, das Wetter traumhaft schön! Ausklingen ließen wir unsere Reise bei einem gemütlichen Mittagessen, direkt am Bregenzer Hafen, danach begaben wir uns schweren Herzens in den Bus - wer wäre nicht gerne noch länger am Bodensee geblieben...
Nochmals vielen, vielen Dank im Namen aller an das großartige Organisationsduo, Enikö Schmidt, die uns so warmherzig betreut hat, und Nicolaus "the captain" Dmoch, der immer wußte, wo es lang geht. Es war alles so reibungslos organisiert, die Karten, tolle Tische mit Seeblick im Restaurant etc. Wir warten gespannt auf 2010!
Bis zur nächsten Reise! |
Rheingold in ErfurtMai 2006Bericht vom Mitglied Frauke WingerathAm 25.Mai war es endlich wieder soweit! Die Reisegruppe Rheingold - aufgestockt durch Mitglieder vom Freundeskreis - machte sich mit einem angecharterten Reisebus auf den Weg nach Erfurt. Während der Fahrt bekamen wir schon viele geschichtliche Informationen von unserem Busfahrer erzählt. Zum Beispiel die "Legende der Drei Gleichen" - Die Drei Gleichen sind drei Burgruinen, in einer der Ruinen ließ der Herzog die Babys seiner Ritter einmauern, damit sie ihn besser verteidigen. Am Nachmittag kamen wir reichlich erschöpft in unserem Hotel an. Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es auch schon mit unserem ersten Programmpunkt los: Führung durch die Citadelle Petersberg. Der Höhepunkt des Abends war die Fackelführung durch die Kasematten. Am Freitag haben wir einen kleinen Abstecher in die "Goethe-Schiller-Stadt" Weimar gemacht. Für den ersten Überblick hatten wir eine sehr informative Stadtführung, dann sind wir auf eigene Faust los. |
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Zurück in Erfurt stand unser erster Opernbesuch an: Die Zauberflöte. Eine moderne Inszenierung! Erfurt besitzt ein schönes, modernes Opernhaus. Am folgenden Tag hatten wir eine sehr gute Stadtführung durch Erfurt. Was man auf jeden Fall gesehen haben sollte, ist die Krämerbrücke. Wer auf der Brücke ist, merkt nicht, dass er auf ihr ist, denn die Brücke ist auf beiden Seiten mit kleinen Häusern bebaut. Am Abend besuchten wir Jacques Offenbachs Operette: "Die Großherzogin von Gerolstein".
Wir haben im Wirtshaus Christoffel zu Abend gegessen. Es ist eine mittelalterliche Schenke.
Die Angestellten waren mittelalterlich gewandet und sprachen auch dementsprechend. Am letzten Morgen hörten wir uns im Festsaal des Rathauses ein Kammerkonzert an. Nach dem schönen Konzert ging es leider schon wieder in Richtung Heimat. Ich danke auf diesem Weg noch mal den Organisatoren (Dorothea, Nico und Bernd) für diese tolle Fahrt. |
Rheingold in Wien8. bis 10. April 2005Bericht vom Mitglied Helena BechtleDieses Jahr ging es nach Wien! Am Freitag besuchten wir die ausgedehnte Anlage der Wiener Hofburg mit Silberkammer, Kaiserappartments und dem Sisi-Museum. Die Silberkammer beherbergt das kaiserliche Tafelgedeck, zu dem nicht nur der legendäre 30m lange Mailänder Tafelaufsatz gehört, sondern auch die verschiedenen Generationen von Staats-, Empfangs- und Reisegedecken, sowie das umfangreiche Tafelsilber der Habsburger Monarchie. Interessant war auch das völlig andere Licht, indem man Sisi in ihrem Museum kennen lernen konnte, weit entfernt von den Klischees jener Romy-Schneider-Filme, bei denen nur ca. ein Drittel der Wahrheit entspricht. Sie schien weder an Familie, noch an Regierung sonderlich interessiert, sondern widmete sich ihrer Schönheit und Schmuck im Wert von 20 Millionen Euro, Sport und dem Reiten. Die Habsburg selbst, als ehemaliger Sitz der Habsburger, ist heute Sitz des Bundespräsidenten, der direkt angrenzend an die Appartments von Kaiser Franz Josefs l. residiert. Außerdem zeigen hier die Lippizianer-Pferde die hohe Kunst der spanischen Hofreitschule. Nach der Führung blieb leider nur noch wenig Zeit zum Bummeln, ehe wir ins Hotel zurück gingen, um uns für die Oper "La Bohème" frisch zu machen. Die Staatsoper zeigte jene legendäre Zeffirelli-Inszenierung, die 1963 mit Freni, Raimondi, Güden, und Panerai unter Herbert von Karajan Maßstäbe setzte. Nach 42 Jahren ist sie zwar werkgetreu erzählt, aber etwas angestaubt. Zu dieser Meinung kam man jedenfalls in der großen Runde beim Abendessen. Anschließend genehmigten wir uns einen Absacker in der "American Bar" unseres Hotels. Der Samstag sollte unser tollster Tag werden, wofür schon die Dichte des Programms sprach. Anstelle einer Stadtführung konnte jeder seine Zeit frei gestalten, bis wir uns mittags zur Führung durch die Staatsoper trafen. Die Wiener Staatsoper zählt zu den 4 führenden Bühnen weltweit. Der Bühnenraum ist so groß, dass das berühmte Riesenrad von Wien darin Platz hätte. Auf fünf Rängen und Parkett teilen sich ca. 1700 Sitzplätze und mehr als 500 Stehplätze auf, die zu durchschnittlich 97% ausgelastet sind. Der Preis der Karten beginnt bei 2 € für Stehplätze, die nur unter harten Bedingungen ergattert werden können, bis hin zu 178 € im Parkett, 1. Reihe, Mitte. Dieser wunderschöne Prachtbau mit den Hauptfarben Rot, Gold und Elfenbein wurde 1869 fertiggestellt und 1955 nach dem Wiederaufbau mit Fidelio eröffnet. Die täglich wechselnden Vorstellungen werden 362 Tage im Jahr gegeben. Das Bühnenpersonal erstreckt sich auf über 600 Personen, beim Wiener Opernball auf 200 Personen. Ihr gegenüber liegt das weltberühmte Café Sacher, sowie das Hotel und Restaurant, wo wir uns nach der Führung nach einer kurzen Pause getroffen haben. |
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Gestärkt durch ein Stück original Sachertorte mit einer Melange schritten wir in großer Robe wieder zurück in die Oper, um Falstaff in der 13. Aufführung der neuen Inszenierung von Marco Maestri und Jane Henschel zu sehen. War dies schon ein Ereignis für sich, sollte der Höhepunkt erst noch kommen, in Form des 2. großen Schulballs im imposanten neuen Rathhaus. Neben dem wunderschönen großen Ballsaal gab es noch 2 weitere Tanzebenen, sodass es an Platz für die Schüler der 23 teilnehmenden Schulen und deren Begleitung nicht fehlte. Die Einlage der Standard-Formation wurde nur noch von der Mitternachtsquadrille übertroffen. Eine ausgelassene Stimmung, tanzfreudiges Publikum und allerlei Leibliche Genüsse ließen die Stunden verfliegen ehe wir gegen 3 Uhr erst wieder ins Hotel eintrafen. Eine Handvoll Hardliner verlängerte die Nacht abermals in der "American Bar". Wer Disziplin hatte, fand sich pünktlich um 9.15 Uhr in der Hofburgkapelle ein, um den Wiener Sängerknaben und den Wiener Philharmonikern bei Mozarts F-Moll Messe und der katholischen Messe auf Latein zu lauschen. Spätestens aber um 11 Uhr war der nächste Programmpunkt an diesem Sonntag: eine Führung durch die Albertina mit der zur Zeit ausgestellten Sammlung Piet Mondrians Kunstwerke, einem Wegbereiter der Moderne und einer weiteren Teilausstellung von Goya bis Picasso. Für Besucher geöffnet sind auch die 18 Prunkräume der Habsburger Dynastie, von Albert von Sachsen-Teschen, dem Gründer der Albertina, 1801-07 parallel zum Hofburggarten errichtet. Anschließend gab es eine deftige Mahlzeit im Augustiner Keller. Danach mussten sich die Wege trennen und für viele ging es ans Packen und Heimreisen. |
Europäisches Opernjugendtreffen in Düsseldorf10. bis 12. Dezember 2004Bericht vom Mitglied Nicolaus Dmoch"Es war schon ein tolles Wochenende", so das Fazit von Dorothea Wojtizka, Vorsitzende des Rheingold e.V. Obwohl der dritte Advent für sie sehr anstrengend war, strahlt sie: "Ich denke, dass wir allen Teilnehmern ein tolles Programm bieten konnten." Rheingold, der Verein für junge Opernfans, war nämlich dieses Jahr vom 10. bis zum 12. Dezember an der Reihe, das Treffen der europäischen Jugendvereine auszurichten. Und wir hatten schon ein strammes Programm auf die Beine gestellt: Den Anfang machte der Freitagabend mit einem Konzert in der Tonhalle – gefolgt von einem gepflegten Alt in der an diesem Abend sehr nebligen Altstadt. Am Samstagmorgen besichtigten wir das Benrather Schloss und nach dem Mittagessen den Düsseldorfer Weihnachtsmarkt, bevor wir dann zum ersten Opernhighlight kamen: Eugen Onegin. Über die Oper, die Inszenierung und die verschiedenen Interpretationen tauschten wir uns dann beim Abendessen im Wenders Marie in der Altstadt aus. Überhaupt wurde vor, während und nach den einzelnen Opern natürlich viel diskutiert. Schließlich kannten viele unserer Gäste die Opern bereits aus Amsterdam oder Brüssel und es gab immer wieder einen regen Meinungsaustausch über die Vorzüge und Nachteile der einzelnen Inszenierungen. |
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Am nächsten Morgen wurden wir durch die Oper geführt – nicht nur unsere holländischen und belgischen Freunde staunten beim Anblick der über 30.000 Kostüme im Fundus oder beim Blick aus dem Operngraben in den Publikumsraum. Die Bühne und den Backstagebereich konnten wir leider nur eingeschränkt bewundern, denn hier wurde schon fleißig an dem Bühnebild für Tristan und Isolde gearbeitet, dem nachmittäglichen Höhepunkt unseres Wochenendes. Die Pausen nutzten wir für einen kleinen Imbiss in unserer Rheingold-Lounge, denn direkt nach der Oper machte sich unser Besuch auf den Heimweg. Und so war unser europäisches Wochenende dann leider auch schon wieder vorbei – viel zu schnell, wie alle Beteiligten fanden: "Ich finde es klasse, dass Jugendliche und junge Erwachsene aus mehreren europäischen Ländern hier zusammen kommen, um sich gemeinsam eine Oper anzusehen.", sagt Florence Default, selbst Französin und Rheingold-Vorstandsmitglied. Auch Lennert van Anken, ein Mitglied des Amsterdamer Opernvereins, war begeistert: "Toll, was Rheingold da auf die Beine gestellt hat! Gerade die Mischung aus verschiedenen Aktivitäten rund um die Oper und Düsseldorf fand ich spitze. Ich hoffe, dass wenn wir die Rheingolder das nächste Mal in Amsterdam begrüßen können, auch so ein schönes Angebot haben!" Gedankt sei an dieser Stelle natürlich auch alle den Mitarbeitern der Deutschen Oper am Rhein, die uns geholfen haben, dieses Wochenende zu gestalten. |
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Weitere Informationen über:Rheingold e.V.
Opernhaus Düsseldorf
eMail: infos@rheingold-ev.de |
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§ 1 Name, Sitz und Geschäftsjahr(1)Der Verein führt den Namen Rheingold und soll in das Vereinsregister des Amtsgerichts Düsseldorf eingetragen werden. Nach der Eintragung lautet der Name des Vereins "Rheingold e.V.". (2)Der Sitz des Vereins ist Düsseldorf. (3)Das Geschäftsjahr des Vereins ist die Spielzeit der Deutschen Oper am Rhein. Es beginnt jeweils am 01. August und endet zum 31. Juli des darauffolgenden Jahres. § 2 Zweck, Ziele(1)Zweck des Vereins ist die Förderung und Pflege der Kunst und der Bildung. Die Ziele sind insbesondere: Förderung und Pflege des Interesses Jugendlicher an Oper und Ballett Durchführung gemeinsamer Opernbesuche vorhergehende Werkeinführungen bzw. Nachbesprechungen, möglichst auch durch Gespräche mit mitwirkenden Künstlern, Regisseuren, Dirigenten etc. Probenbesuche Produktionsbegleitungen Initiierung und Förderung des Kontaktes zum "Opernstudio" der Deutschen Oper am Rhein Förderung der Kooperation mit den Jugendclubs anderer großer Opernhäuser Kontakte zu Schulen und Universitäten (2)Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne der §§ 51, 52, 55 bis 58 der Abgabenordnung. Dementsprechend werden nur Projekte im Sinne des vorstehenden Absatzes gefördert, die diesen Anforderungen genügen. (3)Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt keine eigenwirtschaftlichen Zwecke. (4)Die Mittel des Vereins dürfen nur für satzungsmäßige Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Auslagen können nach allgemeinen Richtlinien erstattet werden. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Vereinszweck fremd sind, oder durch eine unverhältnismäßig hohe Vergütung begünstigt werden. § 3 Mitgliedschaft(1)Der Verein hat aktive, fördernde, außerordentliche und Ehrenmitglieder. Die aktive und fördernde Mitgliedschaft können alle natürlichen Personen bis zu einem Höchstalter von 30 Jahren erwerben, die die in § 2 genannten Ziele unterstützen, ohne Rücksicht auf Geschlecht, Rasse und Religion. Mit Vollendung des 30. Lebensjahres kann ein Mitglied die außerordentliche Verlängerung seiner Mitgliedschaft schriftlich beim Vorstand beantragen. Die Mitgliedschaft trotz Überschreiten des Höchstalters kann in Ausnahmefällen vom Vorstand beschlossen werden. Außerordentliche Mitglieder können Firmen sowie Institutionen des kommunalen und privaten Lebens werden, die am Zweck und an der Arbeit der Vereinigung interessiert sind. Über die Aufnahme in den Verein entscheidet der Vorstand. Ehrenmitglieder werden aufgrund besonderer Verdienste vom Vorstand bestellt. (2)Voraussetzung für die aktive Mitgliedschaft ist die Bereitschaft zu aktiver Mitarbeit im Sinne des § 2. Sie muß schriftlich beim Vorstand beantragt werden oder von einem Vorstandsmitglied vorgeschlagen werden. Der Vorstand entscheidet über die Aufnahme als aktives Mitglied. Gegen die Entscheidung des Vorstandes ist schriftliche Berufung an die Mitgliederversammlung zulässig, die endgültig entscheidet. (3)Zur Erlangung der fördernden Mitgliedschaft genügt die schriftliche Erklärung gegenüber dem Vorstand. (4)Die Mitgliedschaft beginnt mit Aushändigung des Mitgliedsausweises. Sie endet mit Vollendung des 30. Lebensjahres. Ansonsten endet die Mitgliedschaft durch Austritt, Ausschluß oder Tod. (5)Der Austritt erfolgt durch schriftliche Erklärung gegenüber dem Vorstand. Er ist nur zum Schluß eines Geschäftsjahres unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von drei Monaten zulässig. Der Mitgliedsausweis ist beim Vorstand abzugeben. (6)Ein Mitglied kann ausgeschlossen werden, wenn es trotz schriftlicher Mahnung mit der Zahlung des Beitrags im Rückstand ist oder dem Verein anderweitig erheblichen Schaden zufügt. Über den Ausschluß entscheidet der Vorstand. Gegen die Entscheidung kann der Betroffene Widerspruch beim Vorstand einlegen, über den die Mitglieder-versammlung entscheidet. Der Widerspruch bedarf der Schriftform und ist innerhalb eines Monats seit der Bekanntgabe des Ausschlusses an den Betroffenen einzulegen. § 4 Vereinsmittel(1)Die Vereinsmittel werden durch Aufnahmegebühr, Mitgliedsbeiträge und Spenden aufgebracht. (2)Innerhalb des ersten Monats nach der Aufnahme in den Verein ist an diesen eine Aufnahmegebühr zu entrichten. Daneben werden von den Mitgliedern Jahresbeiträge erhoben, die jeweils in den ersten drei Monaten des jeweiligen Geschäftsjahres bzw. innerhalb des ersten Monats nach der Aufnahme zu entrichten sind. (3)Über die Höhe des Jahresbeitrags und der Aufnahmegebühr der aktiven und fördernden Mitglieder entscheidet die Mitgliederversammlung. (4)Die Beiträge der außerordentlichen Mitglieder werden von dem Vorstand festgelegt. Dieser ist weiterhin berechtigt, in einzelnen Ausnahmefällen Beiträge zu erlassen bzw. entsprechend zu ermäßigen. § 5 OrganeDie Organe des Vereins sind: die Mitgliederversammlung der Vorstand Daneben können Projektgruppen gebildet werden. § 6 Mitgliederversammlung(1)Die Mitgliederversammlung setzt sich aus den aktiven und fördernden Mitgliedern zusammen. Die außerordentlichen und Ehrenmitglieder können beratend teilnehmen. Die Mitgliederversammlung hat folgende Aufgaben: Genehmigung des Voranschlages der Aufwendungen und Erträge (Wirtschafts-plan) Entgegennahme des Jahresberichts und des Jahresabschlusses des Vorstandes Entlastung des Vorstandes Bestellung der Mitglieder des Vorstandes Beschlußfassung über den Widerspruch gegen den Ausschluß von Mitgliedern Beschlußfassung über die Änderung der Satzung und über die Auflösung des Vereins Festsetzung der Höhe des Mitgliedsbeitrages und der Aufnahmegebühr gem. § 4 Abs. 3 (2)Eine ordentliche Mitgliederversammlung findet mindestens einmal pro Jahr statt. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung ist einzuberufen, wenn das Interesse des Vereins es erfordert, oder wenn zumindest ein Drittel der aktiven und fördernden Mitglieder schriftlich unter Angabe des Zwecks und der Gründe es verlangt. (3)Die Mitgliederversammlung wird vom Vorstand schriftlich unter Mitteilung der Tagesordnung mit einer Frist von mindestens zwei Wochen einberufen. (4)Jedes aktive und fördernde Mitglied hat ein Stimmrecht (außerordentliche und Ehrenmitglieder haben kein Stimmrecht). Über Ausnahmeregelungen entscheidet der Vorstand. Die Mitgliederversammlung ist beschlußfähig, wenn mindestens ein Drittel der aktiven und fördernden Mitglieder anwesend sind. Bei Beschlußunfähigkeit ist der Vorstand verpflichtet, für denselben Tag eine zweite Mitgliederversammlung mit der gleichen Tagesordnung einzuberufen. Diese ist ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen Mitglieder beschlußfähig. Hierauf ist in der Einladung hinzuweisen. (5)Bei der Beschlußfassung entscheidet die Mehrheit der erschienenen Mitglieder. Zur Änderung der Satzung bedarf es einer Mehrheit von mindestens ¾ der abgegebenen Stimmen und von mindestens ¼ sämtlicher stimmberechtigter Mitglieder des Vereins. (6)Die Mitgliederversammlung wird vom Vorsitzenden des Vorstandes oder von seinem Stellvertreter geleitet. Die jeweilige Art der Abstimmung bestimmt die Mitglieder-versammlung. (öffentlich, geheim, mündlich, schriftlich) Über die Beschlüsse der Mitgliederversammlung ist eine Niederschrift zu fertigen, die vom Leiter der Versammlung und dem von ihm benannten Schriftführer zu unterzeichnen ist. § 7 Vorstand(1)Der Vorstand führt die Geschäfte des Vereins und vertritt ihn nach außen. Er hat insbesondere folgende Aufgaben: Vorbereitung und Leitung der Mitgliederversammlungen Aufstellung des Voranschlags der Aufwendungen und Erträge (Wirtschaftsplan) Beschlußfassung der notwendigen Mittel Erstellung des Jahresabschlusses Erstellung des Jahresberichts des Vereins Entscheidung über Aufnahme und Ausschluß der Mitglieder (2)Der Vorstand besteht aus dem Vorsitzenden, dem Stellvertretenden Vorsitzenden, dem Schriftführer, dem Schatzmeister, dem Datenverwalter, dem Schul- und Universitätskoordinator und dem Beauftragten für Öffentlichkeitsarbeit. Vorstandsmitglieder können nur aktive Mitglieder sein. Der Vorstand arbeitet ehrenamtlich. (3)Die Mitglieder des Vorstandes werden von der Mitgliederversammlung für das jeweilige Amt jährlich gewählt; der Vorstand bleibt jedoch auch nach seiner Amtszeit bis zur Neuwahl im Amt. Wiederwahl ist zulässig. Außerordentliche Wahlen können durch den Vorstand oder durch mindestens ein Drittel der Mitgliederversammlung einberufen werden. (4)Für die Beschlußfassung des Vorstandes gelten die §§ 28, 32, 34 BGB. Im Falle der Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorstandsvorsitzenden. (5)Der Verein wird gerichtlich und außergerichtlich durch den Vorsitzenden des Vorstandes und ein weiteres Vorstandsmitglied gemeinsam vertreten. (6)Der Vorstand tritt nach Bedarf zu seinen Sitzungen, die der Vorstandsvorsitzende einzuberufen und zu leiten hat, zusammen. Über die Beschlüsse des Vorstandes ist ein Protokoll anzufertigen, das vom Vorsitzenden und einem anderen Vorstandsmitglied zu unterschreiben ist. § 8 Auflösung des Vereins(1)Die Auflösung des Vereins kann nur in einer Mitgliederversammlung mit einer Mehrheit von drei Viertel der abgegebenen gültigen Stimmen beschlossen werden. (2)Die Liquidation erfolgt nach Maßgabe des § 48 BGB. (3)Bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder bei Wegfall seines bisherigen Zweckes fällt das Vermögen des Vereins an die Stadt Düsseldorf, die es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige Zwecke zu verwenden hat. § 9 InkrafttretenDiese Satzung tritt mit dem Tage der Beschlußfassung in Kraft. Die vorstehende Satzung wurde am 11. März 1998 von der Gründungsversammlung beschlossen.
Düsseldorf, den 11. März 1998 |
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